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    VL-ETF: Anbieter im Vergleich 2026, Kosten & Empfehlung

    Martin Sohn (IHK Bankfachwirt) und
    Experte für Finanzen

    Stand: 17. Februar 2026

    Die Anlage von vermögenswirksamen Leistungen in ETF ermöglicht Arbeitnehmern, mit wenig Aufwand und ohne großes Risiko Vermögen aufzubauen und gleichzeitig von staatlichen Förderungen zu profitieren. Wir erläutern, wie ein VL-ETF Sparplan funktioniert und welche Anbieter sich lohnen.

    Seiteninhalt
    1. Anbieter im Vergleich
    2. Die Anbieter im Porträt
    3. Was ist ein VL-ETF Sparplan?
    4. Welche ETFs eignen sich?
    5. Vorteile und Nachteile
    6. Kosten
    7. Was passiert nach 7 Jahren?
    8. Anbieter wechseln
    9. Staatliche Förderung
    10. Steuern
    11. FAQ
    ➥ Das Wichtigste in Kürze
    • Als Arbeitnehmer in Deutschland können Sie bis zu 40 Euro vermögenswirksame Leistungen pro Monat von Ihrem Arbeitgeber erhalten.
    • Das Geld kann in verschiedene Anlageformen, wie z.B. ETFs, investiert werden.
    • Nur wenige Anbieter erlauben die Einzahlung von VL in ihr Depot, siehe Vergleich unten.
    • Wer mit seinem zu versteuernden Einkommen unter 40.000 € (Eheleute 80.000 €) pro Jahr liegt, hat Anspruch auf die staatliche Arbeitnehmersparzulage.

    VL ETF Anbieter im direkten Vergleich

    In ETFs lassen sich vermögenswirksame Leistungen besonders renditestark anlegen. Das liegt daran, dass die eingezahlten Beiträge durch niedrige Kosten nahezu vollständig für die Wertentwicklung genutzt werden können. Anhand der folgenden Tabelle können Sie Gebühren sowie Vor- und Nachteile verschiedener VL ETF Anbieter vergleichen. Nehmen Sie hierzu entsprechende Filtereinstellungen vor.

    Höhe VL eingeben (0 - 40)
    Anbieter für...
    Staatliche Förderung
    Tabelle wird aktualisiert.
     
    Anbieter
    Kosten
    Vor- und Nachteile
    zum Depot
     

    Evergreen

    Logo von Evergreen

    Kosten
    • Gesamtkosten: 0,79 % des Depotwertes pro Jahr.
      (z.B. bei 1.500 € = 11,85 € / Jahr)
    Vor- und Nachteile
    • niedrige Kosten (Preissieger!)
    • schnelle und einfache Anlage
    • Fokus auf Nachhaltigkeit
    • keine Sperrfrist
    • keine eigene Fondsauswahl
      (feste Anlagestrategie)
    • keine staatliche Förderung
    • Mindest-Sparrate: ab 1 Euro
    • Mindestlaufzeit: keine
    • eigene Fondsauswahl:  ✗︎
    • nachhaltige Investments wählbar:  ✓︎
    • Wechsel der Anlage während der Laufzeit:  ✗︎
    • weitere Sparpläne im gleichen Konto:  ✗︎
    • gemeinsame Nutzung mit Ehepartner:  ✗︎
    • vorzeitige Auflösung: gebührenfrei
     
     

    Finvesto

    Logo von Finvesto

    Kosten
    • Depotführung: 12 € / Jahr
    • Ausgabeaufschlag: Ø 1,25 %
      (entfällt bei ETFs)
    • Fondskosten: 0,20 % p.a.
    Vor- und Nachteile
    • niedrige Kosten
    • größte Auswahl an vl-fähigen Fonds
    • Arbeitnehmersparzulage
    • Sperrfrist
    • Mindest-Sparrate: ab 1 Euro
    • Mindestlaufzeit: 7 Jahre
    • eigene Fondsauswahl möglich:  ✓︎
    • nachhaltige Investments wählbar:  ✓︎
    • Wechsel des Fonds während der Laufzeit:  ✗︎
    • weitere Sparpläne im gleichen Depot:  ✓︎
    • gemeinsame Nutzung mit Ehepartner:  ✗︎
    • vorzeitige Kündigung: 10 Euro
     
     

    Oskar

    Logo von Oskar

    Kosten
    • Gesamtkosten: 1,0 % des Depotwertes pro Jahr
      (z.B. bei 1.500 € = 15,00 € / Jahr)
    Vor- und Nachteile
    • schnelle und einfache Anlage
    • Fokus auf Nachhaltigkeit
    • keine Sperrfrist
    • marktübliche Kosten
    • keine eigene Fondsauswahl
      (feste Anlagestrategie)
    • keine staatliche Förderung
    • Mindest-Sparrate: 25,00 €
    • Mindestlaufzeit: keine
    • eigene Fondsauswahl möglich:  ✗︎
    • nachhaltige Investments wählbar:  ✓︎
    • Wechsel des Fonds während der Laufzeit:  ✓︎
    • weitere Sparpläne im gleichen Depot:  ✓︎
    • gemeinsame Nutzung mit Ehepartner:  ✗︎
    • vorzeitige Kündigung: gebührenfrei
     
     

    Fidelity

    Logo von Fidelity

    Kosten
    • Depotgebühr: 12 € / Jahr
    • Ausgabeaufschlag: Ø 2,50 %
      (entfällt bei ETFs)
    • Fondskosten: 0,20 % p.a.
    Vor- und Nachteile
    • große Auswahl an vl-fähigen Sparplänen
    • Arbeitnehmersparzulage
    • marktübliche Kosten
    • Sperrfrist
    • Mindest-Sparrate: ab 13,29 €
    • Mindestlaufzeit: sieben Jahre
    • eigene Fondsauswahl möglich:  ✓︎
    • nachhaltige Investments wählbar:  ✓︎
    • Wechsel des Fonds während der Laufzeit:  ✓︎
    • weitere Sparpläne im gleichen Depot:  ✓︎
    • gemeinsame Nutzung mit Ehepartner:  ✗︎
    • vorzeitige Kündigung: 0,00 €
     
     

    ComDirect

    Logo der ComDirect

    Kosten
    • Depotführung: 12 € / Jahr
    • Ausgabeaufschlag: Ø 2,50 %
      (entfällt bei ETFs)
    • Fondskosten: 0,20 % p.a.
    Vor- und Nachteile
    • große Auswahl an vl-fähigen Sparplänen
    • Arbeitnehmersparzulage
    • marktübliche Kosten
    • Sperrfrist
    • nicht für Neukunden
      (Girokonto-Pflicht)
    • Mindest-Sparrate: 25,00 €
    • Mindestlaufzeit: 7 Jahre
    • eigene Fondsauswahl:  ✓︎
    • nachhaltige Investments wählbar:  ✓︎
    • Wechsel der Anlage während der Laufzeit:  ✗︎
    • weitere Sparpläne im gleichen Depot:  ✗︎
    • gemeinsame Nutzung mit Ehepartner:  ✗︎
    • vorzeitige Kündigung: 10 €
     
     

    Deka

    Logo von Deka

    Kosten
    • Depotführung: 12,50 € / Jahr
    • Ausgabeaufschlag: Ø 4,0 %
    • Fondskosten: 1,25 % p.a.
    Vor- und Nachteile
    • persönliche Beratung
    • Arbeitnehmersparzulage
    • Sperrfrist
    • kein Online-Abschluss möglich
    • hohe Kosten
    • Mindest-Sparrate: 26,00 €
    • Mindestlaufzeit: 7 Jahre
    • eigene Fondsauswahl:  ✓︎
    • nachhaltige Investments wählbar:  ✓︎
    • Wechsel der Anlage während der Laufzeit:  ✗︎
    • weitere Sparpläne im gleichen Konto:  ✗︎
    • gemeinsame Nutzung mit Ehepartner:  ✓︎
    • vorzeitige Auflösung: 25 €
     
     

    Union-Investment

    Logo von Union-Investment

    Kosten
    • Depotführung: 9,00 € / Jahr
    • Ausgabeaufschlag: Ø 5,0%
    • Fondskosten: Ø 1,50 % p.a.
    Vor- und Nachteile
    • persönliche Beratung
    • Arbeitnehmersparzulage
    • Sperrfrist
    • kein Online-Abschluss möglich
    • hohe Kosten
    • Mindest-Sparrate: 25,00 €
    • Mindestlaufzeit: 7 Jahre
    • eigene Fondsauswahl:  ✓︎
    • nachhaltige Investments wählbar:  ✓︎
    • Wechsel der Anlage während der Laufzeit:  ✓︎
    • weitere Sparpläne im gleichen Konto:  ✗︎
    • gemeinsame Nutzung mit Ehepartner:  ✗︎
    • vorzeitige Auflösung: 12,50 €
     
     

    Hinweise

    Kosten
    • Sternchen * bei Links: Hierbei handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Wenn Sie darauf klicken, und etwas abschließen, erhalten wir eine kleine Provision. Für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten oder sonstige Nachteile. Sie unterstützen damit unsere Arbeit.
    • Quellen: Grundlage des Vergleichs sind die im Jahr 2026 geltenden Preis- und Leistungsverzeichnisse und Website-Auskünfte der Unternehmen. Die aufgeführten Konditionen gelten - abgesehen von ComDirect - für Neukunden.
    • Sortierung: Die Rangfolge der Anbieter richtet sich nach:
      • 40 % Kosten
      • 20 % Auswahl an Fonds / ETFs
      • 20 % staatliche Fördermöglichkeiten
      • 20 % unkomplizierte Anlage
    • Gewährleistung: Trotz gründlicher Recherche können wir keine Gewähr für Aktualität und Richtigkeit der Informationen übernehmen, insbesondere bei kurzfristigen Änderungen.

    Welcher Anbieter passt zu mir?

    Sie bevorzugen
    Dann passt am besten
    Sie bevorzugen
    Maximale ETF-Auswahl, niedrige Kosten und staatliche Förderung
    ➥ Finvesto
    Sie bevorzugen
    Einfache Anlage und maximale Flexibilität
    ➥ Oskar
    Sie bevorzugen…
    Einfache Integration von VL in bestehende Bankverbindung
    ➥ ComDirect
    Sie bevorzugen…
    Große Fondsauswahl, niedrige Gebühren und staatliche Zulagen
    ➥ Fidelity
    Sie bevorzugen…
    Persönliche Beratung in einer Filiale
    ➥ Deka-Bank
    Tipp: Aus unserer Sicht lohnt sich für die meisten Anleger das Depot von Finvesto oder Oskar.

    Die Anbieter im Porträt

    Der Markt für entsprechende Depots ist überschaubar. Nur wenige Banken und Broker ermöglichen ETF VL-Sparen. Im Folgenden stellen wir die jeweiligen Anbieter mit ihren Stärken, Besonderheiten und Einschränkungen vor. Eine tabellarische Gegenüberstellung finden Sie im Vergleich oben.

    Finvesto

    Finvesto ist ein bekannter Broker, der zur FNZ Bank (früher ebase) gehört. Finvesto bietet mit rund 700 Stück die größte Auswahl an vl-fähigen ETFs. Anleger können diese aus einer Liste mit einfach zu bedienenden Filtern selbst heraussuchen. Man findet dort alle bekannten „Namen“ wie z.B. iShares, Lyxor oder Xtrackers. Alternativ bietet Finvesto eine Kurzübersicht mit häufig gewählten Investments, was den Antragsprozess für Laien vereinfacht. Der Anbieter punktet zudem mit attraktiven Konditionen, wie z.B. einer jährlichen Depotgebühr von nur 12 Euro und Fondskosten von Ø 0,20 % p.a. Wer mit seinem Einkommen eine bestimmte Grenze nicht überschreitet, kommt in den Genuss der staatlich finanzierten Arbeitnehmersparzulage. Im Gegenzug ist der VL-Sparer an eine siebenjährige Sperrfrist (6 Jahre Einzahlung plus 1 Ruhejahr) gebunden.

    ComDirect

    Die Commerzbank-Tochter ComDirect ist als einzige Direktbank vertreten. Die Bank überzeugt mit niedrigen Depotgebühren sowie einer ähnlich großen Auswahl an Aktien-ETFs. Depoteröffnung und Fondskauf sind für Laien gut verständlich aufbereitet. Auch hier ist die Einhaltung der Sperrfrist Bedingung, um die staatliche Förderung zu beantragen. Das VL-Angebot gilt allerdings nicht für Neukunden, weshalb man bereits ein Gehaltskonto oder klassisches Depot haben muss.

    Fidelity

    Fidelity ist ein weltweit agierender Vermögensverwalter, der in Deutschland über die unternehmenseigene FIL Fondsbank (früher Frankfurter Fondsbank) Investmentlösungen anbietet. Die Anzahl an geeigneten Indexfonds ist nicht ganz so groß wie bei Finvesto und ComDirect, kann sich mit über 400 aber dennoch sehen lassen. Fidelity überzeugt ebenfalls mit einer einfachen Depotverwaltung und niedrigen Kosten. Auch Kunden von Fidelity kommen in den Genuss der Sparzulage, wenn die siebenjährige Laufzeit eingehalten wird.

    Deka-Investments

    Deka ist die Fondsgesellschaft der Sparkassen-Finanzgruppe und vertreibt ihre Produkte über die ortsansässigen Sparkassen. Anleger profitieren von einer persönlichen Beratung inklusive Depoteröffnung vor Ort. Ein reiner Online-Abschluss ist dagegen nicht vorgesehen. Das Angebot richtet sich daher eher an klassische Filialkunden und weniger an internetaffine und preisbewusste Nutzer. Die Anzahl an ETFs ist im Vergleich zu Direktbanken und Brokern überschaubar. Die Kosten liegen meist über dem Marktdurchschnitt, was insbesondere mit der Beratungs- und Vertriebsstruktur zusammenhängt. Bei der Deka gilt ebenfalls die siebenjährige Bindung, weshalb der VL-Sparer bei Einhaltung der Einkommensgrenzen förderberechtigt ist.

    Oskar

    Mit Oskar hat sich zudem 1 sogenannter Robo-Advisor etabliert. Über eine digitale Vermögensverwaltung wählt man anstelle einzelner Werte eine komplette Anlagestrategie. Der wenig erfahrene Anleger muss sich nicht weiter mit seinem Investment beschäftigen, hat aber wiederum keinen Einfluss auf die verwendeten Fonds. Bei Oskar entfällt die sonst bei vermögenswirksamen Leistungen übliche siebenjährige Sperrfrist. Die Flexibilität hat jedoch einen entscheidenden Nachteil, nämlich den Verzicht auf die Förderung. Oskar verlangt keine fixe Depotgebühr. Die prozentual berechneten Gesamtkosten in Höhe von 1,00 % richten sich nach dem aktuellen Depotwert. Das hat zur Folge, dass die Gebühren bei einem Sparplan am Anfang niedrig sind, zum Ende der Laufzeit jedoch ansteigen.

    Wie funktioniert ein VL-ETF Sparplan?

    Ein VL-Sparen mit ETF funktioniert auf den ersten Blick wie ein Ratensparvertrag bei der Bank. Doch anstatt monatlich Beiträge auf ein Sparkonto einzuzahlen, erwirbt ein Anleger Anteile an einem ETF an der Börse. Die Besonderheit besteht darin, dass hierfür kein eigenes Einkommen, sondern sogenannte vermögenswirksame Leistungen (VL) verwendet werden. Hierbei handelt es sich um ein finanzielles Extra, welches Arbeitnehmer von ihrem Arbeitgeber zusätzlich zum normalen Gehalt bekommen. Je nach Branche und Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden erhalten Beschäftigte zwischen 6,65 und 40 Euro pro Monat. Ein VL-ETF Sparplan läuft 7 Jahre: 6 davon wird eingezahlt, gefolgt von 1 Ruhejahr. Danach gibt es mehrere Möglichkeiten, wie z.B. Geld auszahlen lassen, weiter sparen, oder einfach investiert bleiben.

    Was ist ein VL ETF-Sparplan?

    Was ist ein ETF?

    ETF ist die Abkürzung für Exchange Traded Funds. Die deutsche Übersetzung hierfür lautet börsengehandelter Indexfonds. Man kann ihn also genau wie Aktien an der Börse jederzeit kaufen und verkaufen. Zudem geht es darum, die Wertentwicklung eines bekannten Index wie z.B. den DAX, Dow-Jones oder MSCI-World möglichst genau nachzubilden. Es wird also in die Wertpapiere aller oder zumindest vieler Unternehmen investiert, die dort vorkommen. ETFs bieten den Vorteil besonders niedriger Kosten, was sich positiv auf die Rendite auswirkt. Die meisten davon enthalten entweder gar keinen oder nur einen geringen Ausgabeaufschlag. Ein bekannter Nachteil dieser Fonds ist, dass er eben nur so gut sein kann wie der Index, der ihm zugrunde liegt.

    Welche ETFs eignen sich für vermögenswirksame Leistungen?

    Eine attraktive Rendite lässt sich vorzugsweise mit Aktienfonds erzielen. Wichtig für die Nutzung von vermögenswirksamen Leistungen ist außerdem, dass der Fonds vl-fähig und möglichst auch zulagenberechtigt ist, siehe Erklärung im nächsten Abschnitt. Für alle, die sich nicht ausführlicher mit dem Thema beschäftigen möchten, empfehlen Experten die Anlage in den internationalen Aktienindex MSCI-World. Die folgenden 4 bekannten ETFs eignen sich hierfür. Die Auflistung dient jedoch nur Informationszwecken, und kann eine individuelle Beratung nicht ersetzen.

    • iShares Core MSCI World UCITS USD (Acc) – WKN: A0RPWH ISIN: IE00B4L5Y983
    • Xtrackers MSCI World Swap UCITS 1C – WKN: DBX1MW ISIN: LU0274208692
    • Lyxor MSCI World UCITS ETF (LUX) – WKN: ETF110 ISIN: LU0392494562
    • iShares Dow Jones Global Titans 50 UCITS (DE) – WKN: 628938 ISIN: DE0006289382

    Welche ETFs sind vl-fähig, und woran erkenne ich das?

    Damit ein Arbeitnehmer seine vermögenswirksamen Leistungen in ETF anlegen kann, müssen diese von der depotführenden Stelle als vl-fähig gekennzeichnet sein. VL-fähig bedeutet, dass der Sparplan einen Aktienanteil von mindestens 60 Prozent aufweist. Er investiert breit gestreut in viele Unternehmen, womit das Risiko von Kursverlusten reduziert wird. I.d. Regel handelt es sich um Fonds, die schon längere Zeit bestehen, und in der Vergangenheit eine solide Rendite erzielt haben. Tipp: Entsprechende Sparpläne können bei der Depoteröffnung durch einfache Filtereinstellungen ausgewählt werden.

    Was bedeutet zulagenberechtigt?

    Im Idealfall ist ein ETF nicht nur vl-fähig, sondern auch noch zulagenberechtigt. Das heißt, er erfüllt die gesetzlichen Voraussetzungen, um die staatliche Arbeitnehmersparzulage beantragen zu können. Auch hierfür lassen sich im Depot entsprechende Suchkriterien einstellen.

    Vorteile und Nachteile

    Die Anlage von VL-ETF bietet Arbeitnehmern eine einfache und kostengünstige Möglichkeit zum Vermögensaufbau. Anleger müssen jedoch langfristig planen, und Verlustrisiken akzeptieren.

    Vorteile

    • Arbeitnehmer können ohne eigenes Risiko erste Erfahrungen mit Wertpapieren sammeln, da das Geld vom Arbeitgeber kommt.
    • Sparer können von den Wachstumschancen der Kapitalmärkte profitieren, ohne selbst Kenntnisse über die Börse zu haben.
    • attraktive staatliche Förderung
    • niedrige Kosten

    Nachteile

    • Kurzfristig besteht immer das Risiko von Kursverlusten.
    • Das Kapital ist i.d. Regel für sieben Jahre gebunden.
    • Höhe der Einzahlungen ist meist auf 40 € pro Monat begrenzt.
    • Verlust der staatlichen Förderung bei vorzeitiger Verfügung

    Für wen eignet sich ein ETF-Sparplan mit VL?

    Hierbei werden die Vorteile von vermögenswirksamen Leistungen mit denen von ETFs kombiniert. Man kann bereits mit kleinen monatlichen Beträgen Vermögen aufbauen, im besten Fall, ohne dass dafür eigenes Geld benötigt wird. Der Anleger profitiert von den Ertragschancen an den Finanzmärkten, ohne selbst Kenntnisse über Aktien oder die Börse haben zu müssen. Aufgrund der niedrigen Kosten können die Sparleistungen nahezu ohne Abzüge investiert werden. Grundsätzlich sollte die Bereitschaft bestehen, für eine gute Rendite ein gewisses Risiko einzugehen. Durch eine breite Streuung auf viele Unternehmen in Kombination mit der langen Laufzeit werden kurzfristige Verluste an der Börse jedoch meist ausgeglichen. Ein VL-ETF Sparplan lohnt sich zudem für Arbeitnehmer, die bei Vertragsbeginn noch nicht wissen, was sie später mit dem Geld machen möchten.

    Was kostet VL-Sparen mit ETFs?

    Die meisten VL ETF Anbieter verlangen eine jährliche Depotführungsgebühr. Darüber hinaus fallen folgende Kosten an:

    • Die Kontoführungspauschale fällt für die Verwahrung der Anteile im Depot an. Sie wird entweder als jährlicher Einmalbetrag oder in Prozent der Anlagesumme berechnet. Beispiel: Bei einem Depotwert von 2.000 Euro und einer 1-prozentigen Gebühr sind es entsprechend 20 Euro pro Jahr.
    • Die Transaktionskosten fallen für den Kauf und Verkauf des ETF an, und betragen im Schnitt 0,2 Prozent des Anteilswertes. Bei einer Sparrate von 40 Euro wären dies 8 Cent pro Monat.
    • Die Total Expense Ratio (TER) beinhaltet hauptsächlich Kosten für Verwaltung und Vertrieb des Fonds. Sie wird jährlich berechnet, in Prozent angegeben, und von der Rendite abgezogen. Beispiel: Bei einer Rendite von 6,5 % und einer TER von 0,2 % bleiben dem Anleger 6,3 % übrig.
    • Der Ausgabeaufschlag (Agio) ist eine einmalige Gebühr, die beim Kauf von Fonds erhoben, und in Prozent des investierten Betrags angegeben wird. Die Höhe variiert je nach Depotanbieter zwischen 1- und 5 Prozent. Beträgt z.B. die monatliche Sparrate 40 Euro, und das Agio 3 Prozent, werden davon 1,20 € abgezogen, und entsprechend 38,80 € angelegt. Doch jetzt kommt die gute Nachricht: Den Ausgabeaufschlag gibt es i.d. Regel nur bei aktiv gemanagten Fonds, bei den meisten ETFs entfällt dieser.
    • Bei einer vorzeitigen Kündigung wird häufig eine einmalige Gebühr von bis zu 10 Euro verlangt.

    Was passiert mit den VL-ETF nach 7 Jahren?

    Nach 7 Jahren stellt sich für Arbeitnehmer regelmäßig die Frage, wie es mit den vermögenswirksamen Leistungen ETF weitergeht. I.d. Regel werden Sie rechtzeitig von Ihrem Anbieter über die anstehende Fälligkeit informiert, und können sich in Ruhe entscheiden. Es gibt folgende Möglichkeiten:

    • Auszahlen lassen: Sie beenden den Sparplan, und lassen sich das Geld auf Ihr Girokonto überweisen. Sie können sich nun damit einen beliebigen Wunsch erfüllen.
    • Weitersparen: Sie setzen den ETF-Sparplan fort, indem Ihr Arbeitgeber die nächsten VL einzahlt. Dies ist übrigens schon nach 6 Jahren möglich. Sie müssen in dem Fall das Ruhejahr nicht abwarten.
    • Investiert bleiben: Sie zahlen nicht mehr weiter ein, lassen den Sparplan jedoch bestehen. So kann das Kapital von weiteren Wertsteigerungen an der Börse profitieren.
    • Vorzeitig kündigen: Auch eine vorzeitige Kündigung vor Ablauf der Sperrfrist ist möglich. Wichtig zu wissen: Sie verlieren dadurch wahrscheinlich Ihren Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage.

    Kann man während der Laufzeit den Anbieter wechseln?

    Manchmal besteht der Wunsch, den Anbieter zu wechseln, z.B. weil man mit den Konditionen des Depots oder der Performance seines ETFs nicht zufrieden ist. Wichtig zu wissen: Änderungen am Vertrag sind bei vermögenswirksamen Leistungen während der siebenjährigen Sperrfrist nicht möglich. Wer seine VL vorzeitig umziehen möchte, muss diese zunächst prämienschädlich kündigen. Damit geht jedoch der Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage verloren. Experten empfehlen folgende Alternativen:

    • Weitersparen bei fast abgelaufener Sperrfrist: Endet die Laufzeit ohnehin in 1 oder 2 Jahren, lohnt es sich, den aktuellen Vertrag bis zum Ende weiter zu besparen. Nach Ablauf der Sperrfrist schließen Sie woanders einen neuen VL-Vertrag ab.
    • Alten Vertrag ruhen lassen und neuen abschließen: Sie lassen Ihren alten Vertrag bestehen, ohne diesen zu kündigen, stoppen jedoch die Einzahlungen vorzeitig. Gleichzeitig schließen Sie woanders ein neues VL-Depot ab, und bitten Ihren Arbeitgeber, das Geld ab sofort dorthin zu überweisen.
    • Beim alten Anbieter bleiben, und ETF wechseln: Bei einigen Depots können Sie innerhalb des bestehenden Vertrages Ihren Sparplan wechseln. Dies ist sinnvoll, wenn Sie z.B. mit der Wertentwicklung Ihres Indexfonds unzufrieden sind, jedoch nicht den gesamten Vertrag kündigen möchten.
    • 2 VL-Verträge gleichzeitig besparen: Sie können auch (vorübergehend) 2 Verträge besparen, indem Sie einen neuen VL-Vertrag abschließen, und parallel dazu den alten Vertrag bis zum Ende fortführen. So können Sie bereits von den Vorteilen Ihres neuen Depots oder ETFs profitieren, ohne die Nachteile einer vorzeitigen Kündigung in Kauf zu nehmen. Ihr Arbeitgeber ist jedoch nicht verpflichtet, 2 Verträge zu finanzieren. In dem Fall können Sie die Sparraten für den alten Vertrag von Ihrem Nettogehalt umwandeln lassen, also im Prinzip selbst zahlen.

    Bekomme ich eine staatliche Förderung?

    VL-Sparen mit ETF wird mit der sogenannten Arbeitnehmersparzulage staatlich gefördert. Anleger erhalten 20 Prozent auf die eingezahlten Beiträge. Gefördert werden bis 400 Euro Sparleistung pro Jahr. Die maximale Höhe der Förderung beträgt also 80 Euro jährlich. Eheleute haben Anspruch auf den doppelten Betrag. Um die Zulage zu erhalten, darf das zu versteuernde Einkommen 40.000 Euro bei Ledigen und 80.000 Euro bei Verheirateten nicht übersteigen.

    Anlageform
    max. geförderte Sparleistung
    Fördersatz
    Förderhöchstbetrag

    ETF

    höchste geförderte Sparsumme pro Jahr
    400 € (ledig) / 800 € (verheiratet)
    Fördersatz
    20 %
    Förderhöchstbetrag
    80 € (ledig) / 160 € (verheiratet)

    Steuerliche Behandlung

    Für ETFs gelten dieselben Regeln wie für andere Fonds. Auf Kursgewinne, Dividenden, und Zinserträge fällt die Abgeltungsteuer an. Hierbei werden pauschal 25 Prozent der angefallenen Erträge an das Finanzamt abgeführt. Hinzu kommen eventuell Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag, wodurch sich eine Abgabenbelastung von bis zu 28 Prozent ergibt. Wer seiner Bank oder Fondsgesellschaft einen Freistellungsauftrag einreicht, kann den Sparerfreibetrag von bis zu 1.000 Euro (2.000 Euro für Verheiratete) ausnutzen, und zahlt für Kapitalerträge bis zu dieser Höhe keine Steuern.

    Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    Kann man vermögenswirksame Leistungen in ETF anlegen?

    Ja, das ist möglich. Das 5. Vermögensbildungsgesetz regelt in § 2, in welche Anlageformen vermögenswirksame Leistungen einfließen dürfen. Eine der zulässigen Formen ist das sogenannte Wertpapiersparen. Darunter fallen klassische Investmentfonds, börsengehandelte Indexfonds (ETFs) sowie fondsbasierte Vermögensbeteiligungen. Diese sind rechtlich Investmentfonds und damit Wertpapiere im Sinne des Gesetzes. Entscheidend ist nicht die Bezeichnung „ETF“, sondern dass es sich um ein fondsgebundenes Wertpapier handelt.

    Kann man VL in einen bestehenden ETF-Sparplan einzahlen?

    Vermögenswirksame Leistungen müssen in einen eigenen, speziell gekennzeichneten VL-Vertrag einfließen, damit die staatliche Förderung (Arbeitnehmersparzulage) korrekt zugeordnet werden kann. Ein bestehender ETF-Sparplan kann also nicht einfach genutzt werden. Jedoch lassen sich bei einigen Anbietern mehrere Sparpläne – also mit und ohne VwL – innerhalb desselben Depots führen. Wo dies möglich ist, erfahren Sie in unserem Vergleich (oben) jeweils unter Produktdetails.

    Gibt es auch VL-ETF mit nachhaltiger Ausrichtung (ESG)?

    Ja, inzwischen gibt es auch VL-ETF, die in Unternehmen mit hohen Umwelt- und Sozialstandards investieren. Diese lassen sich bei der Depoteröffnung über entsprechende Filtereinstellungen gezielt auswählen. Dort sind i.d. Regel auch die jeweiligen Nachhaltigkeitsschwerpunkte (ESG-Kriterien) Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung) aufgeführt.

    Welche alternativen Anlageformen gibt es?

    Für die meisten VL-Sparer sind Indexfonds eine sinnvolle Option. Je nach konkretem Sparziel, Lebenssituation und Risikobereitschaft können jedoch alternative Anlageformen besser geeignet sein. So kommen für einige Anleger auch aktiv gemanagte Investmentfonds infrage, welche professionell verwaltet werden, und dadurch höhere Renditen erzielen können. Weitere Infos hierzu finden Sie unter: VL-Fondssparen. Wer bei der Geldanlage lieber auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich für einen klassischen Banksparplan entscheiden. Steht in den nächsten Jahren der Kauf oder die Renovierung einer Immobilie an, kann der Bausparvertrag eine wertvolle Hilfe sein. Mit der Einzahlung der VL in einen bestehenden Baukredit lässt sich die Tilgung erhöhen, und damit die Rückzahlung beschleunigen.

    Kann man VL auch direkt in Aktien investieren?

    Theoretisch ermöglicht das 5. Vermögensbildungsgesetz den Erwerb von Aktien, die entweder vom eigenen Arbeitgeber ausgegeben werden, oder an einer deutschen Börse zum regulierten Markt zugelassen sind. Praktisch ist es jedoch derzeit nicht umsetzbar, da kein Anbieter den direkten Aktienkauf im Rahmen der vermögenswirksamen Leistungen unterstützt. Arbeitnehmer können ihre VL aber indirekt in Aktien investieren, zum Beispiel über Fonds oder ETFs.
    Seiteninhalt
    1. Anbieter im Vergleich
    2. Die Anbieter im Porträt
    3. Was ist ein VL-ETF Sparplan?
    4. Welche ETFs eignen sich?
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